Lesefördernde

Danny durchkämmt Berlin

Hier vorgestellt hat er sich längst, und nachdem überall Lockerungen anberaumt werden, könnte es passieren, dass der Vorlesefriseur Danny Beuerbach wieder in der Gegend vorstellig wird. Aktuell plant er eine Sommertour, Lesen und Haareschneiden inbegriffen. Vor allem Kollegen:innen sind gefragt: Wer schneidet am besten ab (beim Vorlesen?)

Der Ravensburger-Verlag, der den gebürtigen Hessen bei seiner Leseförderung unterstützt, hat Danny dazu den Titel „Vorlese-Ambassador“ zugesprochen; Botschafter des Lesens. Er ist der erste, der sich so nennen darf und verdient die Auszeichnung, weil er trotz Pandemie Wege gefunden hat, die Schere nicht aus der Hand zu legen. Stattdessen verlegte er seinen Salon nach draußen und rollte den Vorlesewilligen sogar den roten Teppich aus. Einzig Reisen war und ist schwierig, weil Veranstaltungen auf der Strecke blieben. Bis jetzt.

Für die Sommertour bewerben können sich sowohl Bibliotheken und Buchhandlungen als auch – und besonders sie – Friseursalons. Ginge es nach Danny Beuerbach, wären die Vorlesefriseure bald eine eigene Zunft. Die Sommertour findet unter freiem Himmel statt, je ungewöhnlicher der Ort, desto geeigneter. Nur ein Frisierstuhl (oder: Hocker) sollte platziert werden können. In München hat Danny Beuerbach einmal sogar im Eisbach im Englischen Garten Haare geschnitten. Wer toppt das?

Fotos: Ravensburger/Anja Köhler