Das 18. Türchen

Ich bin begeistert!
„Der Katze ist es ganz egal“
Hier die Empfehlung …
Was Fremdsprachen betrifft, bin ich sehr untalentiert. Ich habe in Bayern mit Bayrisch und in Sachsen mit Sächsisch so große Probleme mit dem Verstehen, dass ich ohne freundliche Übersetzungshelferlein in Form von Mitreisenden oft mit Fragezeichen in den Ohren herumlaufe.
Was für ein Glück: In dem Buch, das ich vorstellen möchte, gibt es eine Übersetzungshilfe für Wienerisch! Kleine Pfeile zeigen mir übersetzte Begriffe, die ich normalerweise nicht verstehen würde. Allerdings frage ich mich zwischendurch, ob „nix“ vergessen wurde oder ob das Wort so, mit fettem X, schon im Duden zu finden ist.
„Der Katze ist es ganz egal“ heißt das Buch, und ich stimme sofort zu. Unserer Katze ist es völlig egal, wer mit ihr schmust und wer sie füttert. Hauptsache es ist jemand, an den sie gewöhnt ist und der sie lieb hat, ob mein Mann, meine Tochter oder ich, das ist ihr völlig egal.
Menschen sind komplizierter mit dem ES, wenn es um das Liebhaben und das Verstehen geht. Mit Erwachsenen zu sprechen ist für Kinder nicht immer einfach. Das weiß ich. Ich war ja auch mal ein Kind. Am schwersten ist es aber, den Eltern etwas zu erklären oder beizubringen, was die Freunde und Kumpels und Kumpelinen, aber manchmal sogar andere Erwachsene schon längst verstanden haben. Mit den Eltern klappt das irgendwie nicht so richtig.
Warum ist das nur?
In diesem Buch wird genau solch eine Geschichte erzählt. Sie könnte auch woanders spielen – nicht nur in Wien. Und das Thema ist nicht alltäglich, aber auch nicht so ungewöhnlich, dass man Jennifer nicht verstehen könnte. Ist eben alles nicht so einfach mit den erwachsenen Eltern.

Anka Rahn leitet die Schulbibliothek der Karl-Sellheim-Schule in Eberswalde