9. Dezember

Von Clara Moor

„Also. Was soll ich sagen?“ Das ist der Lieblingsanfangssatz von Mason Buttle, der seine Geschichte erzählt. Er ist zwölf Jahre alt und ein besonderer Junge, denn er hat Legasthenie, eine Krankheit bei der die Buchstaben beim Lesen nicht zu erkennen sind. Er kann also nicht lesen. Außerdem funktionieren seine Schweißdrüsen nicht richtig, weshalb er Übermengen an Schweiß produziert. Dazu nimmt er zu fast jeder Stimmung Farben wahr. Beispielsweise bei Unwohlbehagen ein Schlammgrün und bei Liebe, Spaß und Freude ein Zuckerwatten rosa. „Man nennt das Synästhesie.“ In der Schule hat Mason es deswegen nicht so leicht. Er wird von zwei Mitschülern permanent gemobbt.

Mason wohnt bei seinem Onkel und seiner „Grandma“ auf einer Apfelplantage. Er hat keine Eltern und sein bester Freund Benni Kilmartin ist tot. Am Anfang des Buches kennt Mason nur einen Teil der Wahrheit über den Tod seines Freundes.

Mason erzählt seine Geschichte oft in Einwort-Sätzen, wodurch man wunderbar versteht wie er denkt. Er sucht sich immer einzelne Stellen raus, die er sehr ausführlich beschreibt. Am Anfang wusste ich als Leserin nicht so genau wohin die Geschichte führt.„Aber ich sag mal so:“ das ist ein fantastisches Buch! Man lacht, man weint und man will das Buch weiterlesen.

Zum Buch: Leslie Connor, „Die ganze Wahrheit (wie Mason Buttle sie erzählt)“, erschienen bei Hanser.