18. Dezember

Von Christian Konrad

Zu Kai Meyer muss man glaube ich nicht mehr viel sagen. Ich finde es schade, dass ich ihn erst recht spät entdeckt habe, durch ein Musikprojekt mit der Band ASP. Ich bin froh, dass ich seitdem auch hier in der Schulbibliothek einige seiner Werke anbieten kann. Die Wellenreiter-Trilogie ist sehr für Kinder zu empfehlen. Kommen wir zum Fürimmerhaus. Ich hoffe, ohne zu spoilern.

Es ist für mich eines dieser Bücher das immer wieder schafft, neue Fragen aufzuwerfen, die man beantwortet haben möchte und man deshalb einfach weiterliest.

Ein Junge wird durch einen Brunnen ohne Erinnerung in das Haus gespien und trifft dort auf eine Gruppe Jugendlicher, die versucht von diesem Ort zu fliehen. Alle sind anders, da sie aus verschiedene Welten kommen. Keiner weiß Genaues, da auch sie ohne Erinnerungen sind. Man hat ihnen aber gesagt, dass sie ihre Welten gerettet haben. Es beginnt eine wilde Flucht durch ein Haus voller Gefahren und Kreaturen. Es gibt Verluste, neue Verbündete, Hilfe von unerwarteter Seite. Mit den Erinnerungen kommt dann auch relativ schnell das Ende und man kann ein kurzweiliges, spannendes Buch zu Seite legen.

„Das Buch ist bei den Schülerinnen und Schülern sehr beliebt“, berichtet Christian Konrad aus der Schulbibliothek des Carl-Bechstein-Gymnasiums in Erkner. Er selbst hatte auch Spaß an seinem Fantasy-Buch-Blind Date. Foto: privat

Ich würde es aber erst ab der 7. Klasse empfehlen, da es doch an einigen Stellen recht brutal erscheint. Zudem kann man sich mit philosophischen Fragen befassen wie: Was ist Gut, was ist Böse, gibt es ein Dazwischen? Am Ende schließt sich ein Kreis und alles macht irgendwie Sinn.