14. Dezember

Du, der immer mehr kurz vorm Absturz steht, das heißt dann Psychiatrie Dreiborn da willst du nicht hin. Davor hast du Angst, kleiner Schisser!

Und ein Mädchen, Shirley. Du lernst sie in der Auszeit kennen. Die Auszeit ist deine letzte Chance, da kommen alle rein, die nicht ins System passen, für alle ist es die letzte Chance. Shirley findest du cool, sie ist 13 also fast zwei Jahre jünger als du. Merkt man gar nicht. Eines Tages zieht sie dich aus der Auszeit und ihr geht. Man baut ihr da Scheiß. Aber nein warum solltest du auch auf Johnny Chicago hören? Dein einziger Freund? Dein scheiß Leben besteht aus saufen, blau machen und Party. Du bist ganz unten, da wo du auch hingehörst. Muss ich dich wirklich dran erinnern, was in Köln passiert ist?

Ich finde das Buch wahnsinnig Interessant. Die Art wie es geschrieben ist, habe ich erst nicht ganz verstanden und ich fand es sehr verwirrend, aber da sich im Verlauf des Buches mehr Informationen finden, macht es am Ende doch Sinn. Es ist nur ein bisschen schade, dass das Ende nicht ganz eindeutig ist, aber wenn man offene Enden mag, ist es ziemlich gut. Trotzdem war es für mich eine gute Erfahrung, ein Buch in dieser Art zu lesen.

Ich finde, dass Buch ist sehr gut geschrieben, es ist viel in Jugendsprache, was ich so aus anderen Büchern nicht kenne. Außerdem finde ich, dass es wirklich so geschrieben ist, dass man weiterlesen möchte. Das Buch fesselt einen sehr und ist trotz seiner Heftigkeit – in manchen Szenen – ein gutes Jugendbuch.

Klare Leseempfehlung von Finn, der die Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule in Berlin-Charlottenburg besucht. Foto: privat

Ich würde sagen, die Handlung und auch die Themen, die darin thematisiert werden sind nicht für jeden was, man muss schon eine bestimmte Art von Buch mögen. Ich denke nicht, dass man mit dem Buch viel anfangen kann, wenn man nur Fantasy liest und nicht bereit ist etwas Neues auszuprobieren.

Ich finde der Titel passt sehr gut zu der Geschichte. Dieses „Leben. Nehmen.“ klingt sehr eindrucksvoll und wäre für mich auch ein Grund, mir das Buch im Laden anzuschauen. Das allgemeine Buchcover finde ich für meinen Geschmack mit dem Blauen Farbverlauf ein bisschen kitschig, was dann halt nicht mehr so gut zu der eingeschlichenen Geschichte passt. Aber ich finde sowieso, dass man Bücher nicht nach ihrem Cover beurteilt.

Tullio Forgiarini wurde 1966 in Luxemburg geboren. Er hat Geschichte studiert und unterrichtete Geschichte, Latein und Geografie in einer Spezialklasse. Daher kennt er sich mit Schülern, die einen schwierigen sozialen Hintergrund haben aus. Seine meisten Werke schreibt er auf Französisch; schwarze Geschichten, Theaterstücke und Drehbücher. Der Autor lebt immer noch in Luxemburg.